Behindert unser System die Gleichberechtigung?

Sind Frauen Verliererinnen?

Lasst und diskutieren…

In der Zeit um 1900 waren die Rollen von Mann und Frau klar getrennt. Der Mann hatte die Pflicht, das wirtschaftliche Überleben seiner Familie zu sichern. Die Aufgabe der Frau war es, ihm Kinder zu schenken, diese aufzuziehen und ihm den Haushalt zu führen. Es herrschte strikte Aufgabenteilung. Frauen hatten keinen Zugang zu Bildung, durften nicht wählen und arbeiteten wirklich nur dann, wenn das Geld des Mannes nicht zum Überleben reichte. Die Berufe waren Gouvernante, Lehrerin, Schneiderin oder Arbeiterin in einer Fabrik.  Eine allein stehende Frau konnte nur unter sehr schwierigen Bedingungen ohne Unterstützung ihrer Familie leben. Dass in dieser Zeit der Kampf um Gleichberechtigung und bessere Bedingungen für Frauen aufkam, wen mag es wundern…

Heute sieht das ganz anderes aus. Frauen können selbstverständlich das gesamte Bildungssystem nutzen und nahezu alle Berufe ergreifen… aber, Frauen verdienen im Durchschnitt weniger, haben weniger Rente und im Falle eines Kindes übernimmt der Großteil von ihnen aufgrund des wirtschaftlichen Ungleichgewichts die Versorgungsleistung. Warum werden Frauen schlechter bezahlt? Warum gehören die klassischen Frauenberufe zu den Berufsgruppen mit Niedriglohnniveau? Ein Grund könnte sein, dass das Wirtschaftssystem davon extrem profitiert. Unser Wirtschaftskonzept basiert darauf, Gewinne zu erzielen, Renditen zu bringen und das Geld zu mehren. Jede Produktion und jede Dienstleistung erfolgt um Gewinn zu machen. Auch der Einsatz der Arbeitskräfte muss gewinnbringend sein. Nun ist klar, wenn es Gewinner gibt, muss es irgendwo auch Verlierer geben. Deshalb befinden wir alle uns in unserem System in einem ständigen Wettkampf um die Gewinnerseite. Dennoch gibt es Verlierer, denn sonst wäre das System obsolet… Bedauerlicherweise tendieren Frauen dazu, sich selbst zurückzunehmen und ihre eigenen Bedürfnisse zu Gunsten anderer hintenan zu stellen. Den Kompromiss zu suchen, statt für den Gewinn zu kämpfen. Vielleicht eine Folge ihrer Erziehung. (siehe dazu den entsprechenden Blogeintrag) Dies Verhalten macht sie aber zu leichter Beute für die Gewinner des Systems, die Unternehmen, die Arbeitgeber. Oftmals mit dem Argument, dass verheiratete Frauen ja schon einen Mann haben, der mehr verdient… Da wirkt immer noch das alte Modell aus dem letzten Jahrhundert. Würden wir Morgen die gesamten Gehälter und Löhne der Frauen dem Niveau der Männer anpassen, das würde extreme Kosten verursachen und vermutlich fast den Untergang der Deutschen Wirtschaft bedeuten. Für den Staat hingegen würden die Steuereinnahmen steigen und das würde Geld für unser gesamtes Lebensumfeld bringen… Es lohnt sich also, darüber nachzudenken und dafür zu streiten!

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